Bei einer abendlichen Exkursion am 13.07.2012 mit Naturführer Kurt Eilmes von der Naturwacht Warnitz, entdeckten die Pfadfinder des Stammes "Seeadler" aus Prenzlau, während ihres Floßcamps 2012 auf dem Schmöllner See, eine kleine Wiese am Nordufer des Schmöllner Sees. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass es sich um einen, seit längerer Zeit nicht bewirtschafteten, kontinental geprägten Halbtrockenrasen in südexponierter, ziemlich steiler, Hanglage handelt. Trotz der offensichtlich langen Auflassung fanden sich noch einige Kennarten dieses, bei richtiger Bewirtschaftung, artenreichen Kulturlandschaftbiotopes. Nach kurzer Beratung war uns klar, wir sollten den Arten helfen, die durch den Grasbestand der Verdrängung anheim fallen.

Am 20.10.12 war es dann soweit. mit Sense und Harken ausgerüstet, parkten wir das Flosscamp unterhalb des Hanges. Durch ein ausgiebiges Mittagessen von der Muurikka gestärkt, gings ans Werk. Wir mähten die Grasbestände nieder, um den niederwüchsigen Kennarten eines Trockenrasens mehr Licht zu verschaffen. Dieses sind z.B. Purgierlain, Echter Wiesenhafer, Skabiose Flockenblume, Wilde Möhre, Ackerwitwenblume, Feldthymian, Gemeine Braunelle, Gewöhnlicher Hornklee, Hügelklee, Hopfenklee, Sibirische Glockenblume. Letztere Art ist ein Relikt aus der nacheiszeitlichen Steppe und konnte an geeigneten Standorten bis heute überleben. Die Sibirische Glockenblume, lateinisch Campanula sibirica hat in Brandenburg ihr westlichstes Vorkommen.
Ob der Einsatz sich gelohnt hat, sehen wir im Mai. Dann werden wir die Fläche erneut besuchen und die Bestimmung mit Kurt Eilmes fortsetzen, der uns richtig ans Herz gewachsen ist!
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